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April, April, der macht, was er will!

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"April, April, der macht, was er will!" - So lautet einer der vielen Reime, die wir von unseren Großvätern und Urgroßvätern übernommen haben. Diese sogenannten Bauernregeln sind schon sehr alt und sie waren damals der erste Versuch, das Wetter vorherzusagen.

Die Wettermacher

Die Meteorologen, die mit Computern und Wettersatelliten die Wettervorhersage machen, gibt es nämlich noch gar nicht so lange. Das liegt natürlich zum einen daran, dass es die Computer und die Wettersatelliten ja auch noch gar nicht so lange gibt, und zum anderen mussten die Wissenschaftler auch erst erkennen, dass das Wetter nach bestimmten physikalischen Gesetzen abläuft.

Aber auch ohne die Kenntnis der physikalischen Gesetze gelang es den Bauern durch die tägliche Beobachtung der Witterung Rückschlüsse zu ziehen auf immer wiederkehrende Ereignisse und Wetterumschwünge. Sie orientierten sich dabei an den Pflanzen und Tieren, den Wolken und bestimmten Tagen im Jahr, den sogenannten Lostagen. Es mussten also Dinge in der Umgebung zur Vorhersage zu Rate gezogen. Wettermeldungen aus aller Welt und Bilder von den Satelliten aus dem Weltraum standen noch nicht zur Verfügung.

Typisches Aprilwetter - Erst Regen, dann wieder Sonne mit Regenbogen
Foto: Typisches Aprilwetter - Erst Regen, dann wieder Sonne mit Regenbogen

Bauern erfanden die ersten Regeln zur Wettervorhersage

Die Bauern versuchten das Wetter vorherzusagen, weil sie sehr abhängig davon waren. War es im Frühjahr zu trocken, konnten die Samen auf dem Feld nicht keimen. War es zu nass, konnte das Heu im Herbst nicht auf den Wiesen trocknen und das Vieh hatte im Winter kein Futter. Das Wetter war für die Landwirte überlebenswichtig. Um die selbstentwickelten Regeln weitergeben zu können und damit man sie sich besser merken konnte, überlegten sich die Bauern nette Reime, in die sie ihre Erkenntnisse verpackten.

Nicht alle Bauernregeln taugen heute noch zur Wettervorhersage, da sie zum Beispiel in einem ganz anderen Gebiet der Erde entstanden sind und nur dort zutreffen. Andere Regeln, die die Wetterentwicklung von den Sternen abhängig machen oder solche, die von einem bestimmten Tag oder Ereignis im Jahr abhängen, waren schon damals mit Vorsicht zu genießen. Die Vorhersage war dann nur zufällig richtig. Aber in vielen Reimen steckt auch eine Menge Wahrheit und man erzielt meistens bessere Prognosen, als wenn man einfach auf gut Glück rät.


"Aprilwetter und Kartenglück wechseln jeden Augenblick"

Eine andere Bauernregel, die sich auf das Aprilwetter bezieht, lautet "Aprilwetter und Kartenglück wechseln jeden Augenblick". Diese Regel und auch der Spruch mit dem "April, der macht, was er will", entstanden, weil die Menschen merkten, dass es immer im Monat April sehr wechselhaftes Wetter gab. Mal schneite, graupelte oder regnete es, kurz darauf schien schon wieder die Sonne.


Wie entsteht das Aprilwetter?

Das ist auch heute noch so, doch inzwischen können wir sogar erklären, wieso das so ist. Das Aprilwetter wie auch das Wetter im Rest des Jahres hängen vom Stand der Sonne ab. Beim letzten Mal haben wir gesehen, dass im Winter die Sonne bei uns tief am Horizont steht. Im Sommer dagegen scheint die Sonne uns fast direkt von oben auf den Kopf. Im Norden wird es daher im Winter sehr kalt. Wenn die Sonne nun von Süden her wieder höher am Himmel steht, dann erwärmt sich das Festland in Südeuropa und Afrika schon kräftig. Das Meer und die nördlicheren Gegenden hingegen nehmen die Wärme viel langsamer auf.

Dadurch kommt es zu großen Temperaturgegensätzen zwischen Nord und Süd. Weil die Erdatmosphäre den physikalischen Gesetzen gehorcht, will und muss sie solche großen Gegensätze immer möglichst schnell ausgleichen. Dies geschieht, indem die warme Luft nach Norden und die kalte Luft nach Süden fließt. Wind kommt auf. Im Prinzip geschieht das das ganze Jahr. Aber im April liegt die Grenze zwischen warmer Luft im Süden und kalter Luft im Norden meistens mitten über Mitteleuropa, also genau über uns in Deutschland.

Die warme Luft mischt und verwirbelt sich nun mit der kalten Luft. Es entstehen Tiefdruckgebiete. Die kalte Luft hat vom Meer her viel Feuchtigkeit mitgebracht, während die warme Luft aus dem Süden recht trocken ist. Die kalte Luft wird nun über dem Festland erwärmt. Durch diese Erwärmung steigt die ehemals kalte Luft auf und es bilden sich dabei Wolken. Weil in der Höhe aber die warme Luft sonst den Platz versperren würde, sinkt diese ab und erwärmt sich dabei. Eventuell vorhandene Wolken lösen sich auf. So entstehen die für das Aprilwetter typischen Wettererscheinungen der kurzen Schauer, des kräftigen Windes und der sonnigen Abschnitte.

Ende April haben sich die starken Temperatur-Gegensätze dann ausgeglichen und das Wetter wird freundlicher. Meistens gibt es dann die ersten sommerlichen Tage.


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